Haut(Ekto-)parasiten:

Verschiedene Parasiten können die Haut (direkt) befallen und zu unterschiedlich stark juckenden Hautentzündungen führen. Meist werden diese durch Selbsttraumatisierung seitens des Tieres und anschließend durch sekundäre bakterielle Besiedelung verschlimmert. Einige Tiere können Allergien (⇒) auf bestimmte Parasiten wie Flöhe und andere entwickeln.

Manche Schmarotzer können mit bloßem Auge wahrgenommen werden, während andere Parasiten (besonders einige Milbenarten) in unterschiedlicher Tiefe IN der Haut oder (Ohrräude) im äußeren Gehörgang der Ohren leben und somit nur mittels spezieller Untersuchungen (Hautgeschabsel ⇒, Trichogram ⇒ evtl. Blutuntersuchung auf Antikörper) diagnostiziert werden können. Die Behandlung erfolgt mittels einer antiparasitären Therapie. Allergiker sollten vorbeugend Präparate gegen beispielsweise Flohbefall bekommen, um das "Ausbrechen" der Allergie zu verhindern (siehe Flohbissallergie).

Flohbefall, Zeckenbefall, Demodexräude, Sarkoptesräude, Befall mit Raubmilben, Ohrmilben, Herbstgrasmilben sind nur als die wichtigsten und häufigsten Erkrankungen zu erwähnen. Teilweise haben die Parasiten (und die befallenen Körperpartien) typische Symptome ("Ohrenzwang" bei Ohrmilbenbefall) oder auch Verteilungsmuster (oberer Rücken bei Raubmilbenbefall, Zwischenzehenräume und Henry’sche Tasche an der Ohrmuschel im Fall von Herbstgrasmilben). Diese Lokalisationen können andererseits extrem variieren. Einige dieser Parasiten sind auf den Menschen übertragbar und stellen somit "Zoonosen" (= von Tieren auf Menschen übertragbar) dar!